Jemanden auf Englisch begrüßen und sich vorstellen

Audio von Muttersprachlern

Veröffentlicht · LinguaBoost

Geschrieben vom LinguaBoost-Team — den Entwicklern von Audio-Sprachkursen. Mehr über unsere Methode.

Jemanden auf Englisch begrüßen und sich vorstellen mit Audio von Muttersprachlern
Englisch

Audio von Muttersprachlern

Ein erstes Gespräch auf Englisch führt häufig von einer einfachen Begrüßung zu einigen persönlichen Angaben: dem Namen, der Herkunft und vielleicht einer kurzen Vorstellung von Freunden oder Familienmitgliedern. Die einzelnen Sätze sind nicht kompliziert, doch kleine Unterschiede bei Aussprache und Höflichkeit entscheiden darüber, wie natürlich sie wirken.

Englisch unterscheidet bei „you“ nicht grammatisch zwischen „du“ und „Sie“. Das bedeutet jedoch nicht, dass alle Begrüßungen gleich formell sind. Wortwahl, Anrede und Tonfall zeigen, ob eine Begegnung locker, neutral oder besonders höflich ist.

Alle Hauptbeispiele dieses Artikels können Sie als Aufnahmen eines englischen Muttersprachlers anhören. Die Aussprachehilfen sind Annäherungen für deutschsprachige Leser. Großbuchstaben markieren die betonte Silbe.

Eine einfache Begrüßung

Hello!

Natürliche Übersetzung: Hallo!

Aussprache: he-LOU

Wörtlich: Hello = hallo

Hello ist eine vielseitige Begrüßung. Sie funktioniert bei einer ersten Begegnung, am Telefon, in Geschäften und in den meisten neutralen Alltagssituationen.

Je nach Situation kommen weitere Begrüßungen infrage:

  • Hi! – Hi!; locker und sehr gebräuchlich
  • Good morning! – Guten Morgen!
  • Good afternoon! – Guten Tag! / Guten Nachmittag!
  • Good evening! – Guten Abend!

Hi ist informeller als hello, wirkt aber in vielen englischsprachigen Arbeitsumgebungen trotzdem völlig normal. Good morning, good afternoon und good evening klingen etwas höflicher und passen gut zu Kunden, fremden Personen oder formelleren Begegnungen.

Die Betonung in hello liegt auf der zweiten Silbe. Das abschließende o ist ein Doppellaut und bewegt sich ungefähr von einem offenen o in Richtung u: -lou.

Fragen, wie es jemandem geht

How are you?

Natürliche Übersetzung: Wie geht es dir/Ihnen?

Aussprache: hau ar JU

Wörtlich: how = wie · are = bist/sind · you = du/Sie

How are you? kann sowohl informell als auch formell verwendet werden. Das englische you entspricht je nach Zusammenhang „du“, „Sie“ oder „ihr“.

In einer flüssigen Aussprache wird are oft abgeschwächt. Der Satz klingt deshalb weniger wie drei deutlich getrennte Wörter und eher wie eine zusammenhängende Einheit.

In vielen Alltagssituationen ist How are you? außerdem eine freundliche Begrüßungsformel. Besonders bei einer kurzen Begegnung erwartet das Gegenüber nicht unbedingt eine ausführliche Beschreibung des eigenen Befindens.

I’m good, thank you.

Natürliche Übersetzung: Mir geht es gut, danke.

Aussprache: aim gud, THÄNK ju

Wörtlich: I’m = ich bin · good = gut · thank you = danke

Dies ist eine natürliche, freundliche Antwort. I’m ist die Kurzform von I am. In Gesprächen werden solche Kurzformen sehr häufig verwendet und klingen meist natürlicher als die vollständig ausgesprochenen Formen.

Nach der Antwort kann man die Frage zurückgeben:

I’m good, thank you. And you? – Mir geht es gut, danke. Und dir/Ihnen?

Das th in thank ist stimmlos. Die Zungenspitze liegt leicht zwischen den Zähnen, während Luft ausströmt. Es sollte weder wie ein deutsches s noch wie t ausgesprochen werden.

Nach dem Namen fragen

What is your name?

Natürliche Übersetzung: Wie heißt du? / Wie heißen Sie?

Aussprache: wot is jor NEIM

Wörtlich: what = was · is = ist · your = dein/Ihr · name = Name

Wörtlich entspricht die Frage „Was ist dein/Ihr Name?“. Sie ist korrekt und leicht verständlich, kann bei Erwachsenen aber etwas direkter wirken als eine Vorstellung, bei der man zuerst den eigenen Namen nennt.

In einer neutralen ersten Begegnung ist deshalb auch diese Form natürlich:

I’m Anna. What’s your name? – Ich bin Anna. Wie heißt du/heißen Sie?

What’s ist die Kurzform von what is. In der gesprochenen Sprache hört man sie deutlich häufiger als die vollständig getrennten Wörter.

Das w in what wird mit gerundeten Lippen gesprochen und unterscheidet sich vom deutschen w, das wie englisches v klingt. Der Doppellaut in name bewegt sich ungefähr von e zu i: neim.

My name is …

Natürliche Übersetzung: Ich heiße … / Mein Name ist …

Aussprache: mai NEIM is

Wörtlich: my = mein · name = Name · is = ist

Nach My name is wird der eigene Name ergänzt:

  • My name is Anna. – Ich heiße Anna.
  • My name is David. – Ich heiße David.

Im normalen Gespräch ist I’m Anna noch kürzer und sehr gebräuchlich. My name is … eignet sich besonders, wenn der Name betont oder in einer lauten Umgebung deutlich genannt werden soll.

Der Vokal in my entspricht ungefähr dem deutschen ai. In schneller Sprache kann das abschließende s von is direkt mit dem folgenden Namen verbunden werden.

Nach der Herkunft fragen

Where are you from?

Natürliche Übersetzung: Woher kommst du? / Woher kommen Sie?

Aussprache: währ ar ju FROM

Wörtlich: where = wo · are = bist/sind · you = du/Sie · from = aus/von

Im Gegensatz zum Deutschen steht das Wort für „aus“ am Ende der Frage: Where are you from? Diese Stellung ist im Englischen vollkommen natürlich.

Die Frage kann sich auf das Herkunftsland, die Heimatstadt oder die Region beziehen. Wenn man genauer fragen möchte, sind diese Varianten möglich:

  • Which country are you from? – Aus welchem Land kommst du/kommen Sie?
  • Whereabouts are you from? – Aus welcher Gegend kommst du/kommen Sie genau?

Das r wird je nach englischem Akzent unterschiedlich gesprochen. In vielen amerikanischen Varianten ist es deutlich hörbar; in vielen britischen Varianten fällt es am Wortende oder vor einem Konsonanten weg.

I am from Sweden.

Natürliche Übersetzung: Ich komme aus Schweden.

Aussprache: ai äm from SWI-den

Wörtlich: I = ich · am = bin · from = aus · Sweden = Schweden

Im Gespräch wird I am normalerweise zu I’m verkürzt: I’m from Sweden. Beide Formen sind richtig, die Kurzform klingt meist natürlicher.

Das Satzmuster kann mit anderen Ländern oder Städten ergänzt werden:

  • I’m from Germany. – Ich komme aus Deutschland.
  • I’m from Austria. – Ich komme aus Österreich.
  • I’m from Switzerland. – Ich komme aus der Schweiz.
  • I’m from the Netherlands. – Ich komme aus den Niederlanden.
  • I’m from France. – Ich komme aus Frankreich.
  • I’m from Italy. – Ich komme aus Italien.
  • I’m from Spain. – Ich komme aus Spanien.
  • I’m from Berlin. – Ich komme aus Berlin.

Einige Ländernamen stehen mit the, darunter the Netherlands, the United States und the United Kingdom. Die meisten Ländernamen brauchen dagegen keinen Artikel: Germany, Sweden, France.

Das englische Wort Sweden beginnt mit dem Konsonantenpaar sw und wird auf der ersten Silbe betont. Das englische w darf dabei nicht wie das deutsche w klingen.

Nach dem Wohnort fragen

Herkunft und aktueller Wohnort sind nicht immer identisch. Eine natürliche Anschlussfrage ist:

Where do you live? – Wo wohnst du? / Wo wohnen Sie?

Das Englische verwendet hier das Hilfsverb do. Die passende Antwort beginnt mit I live in …, zum Beispiel I live in Berlin.

Die Frage Where are you from? bezieht sich normalerweise auf die Herkunft. Where do you live? fragt dagegen nach dem heutigen Wohnort. Diese Unterscheidung verhindert Missverständnisse, besonders bei Personen, die in einem anderen Land oder einer anderen Stadt leben als dort, wo sie aufgewachsen sind.

Eine andere Person vorstellen

Who is this?

Natürliche Übersetzung: Wer ist das?

Aussprache: hu is DHIS

Wörtlich: who = wer · is = ist · this = dies/das

Who is this? kann sich auf eine Person auf einem Foto, in einem Telefongespräch oder in der unmittelbaren Situation beziehen.

Das w in who bleibt stumm; das Wort beginnt direkt mit einem h-Laut. Das th in this ist stimmhaft. Die Zungenposition ähnelt thank, aber die Stimmbänder schwingen mit.

This is my mother.

Natürliche Übersetzung: Das ist meine Mutter.

Aussprache: dhis is mai MA-dher

Wörtlich: this = das · is = ist · my = meine · mother = Mutter

Die Struktur This is … eignet sich sowohl für Familienmitglieder als auch für Namen:

  • This is Emma. – Das ist Emma.
  • This is my friend, Paul. – Das ist mein Freund Paul.
  • This is my colleague, Sarah. – Das ist meine Kollegin Sarah.

In mother wird das th stimmhaft gesprochen. Die Endung -er klingt je nach Akzent unterschiedlich: in amerikanischem Englisch mit hörbarem r, in vielen britischen Akzenten ohne deutliches r.

This is my brother.

Natürliche Übersetzung: Das ist mein Bruder.

Aussprache: dhis is mai BRA-dher

Wörtlich: this = das · is = ist · my = mein · brother = Bruder

This is my sister.

Natürliche Übersetzung: Das ist meine Schwester.

Aussprache: dhis is mai SIS-ter

Wörtlich: this = das · is = ist · my = meine · sister = Schwester

This is my father.

Natürliche Übersetzung: Das ist mein Vater.

Aussprache: dhis is mai FA-dher

Wörtlich: this = das · is = ist · my = mein · father = Vater

Bei brother und father ist das th stimmhaft wie in mother. In sister gibt es dagegen keinen th-Laut. Alle vier Sätze behalten dieselbe Struktur; nur die Person am Ende wird ersetzt.

Englische Possessivformen ändern sich nicht nach dem Geschlecht des folgenden Substantivs. My bedeutet daher sowohl „mein“ als auch „meine“: my brother, my sister, my mother, my father.

Sagen, dass man sich über die Begegnung freut

Nice to meet you!

Natürliche Übersetzung: Schön, dich/Sie kennenzulernen! / Freut mich!

Aussprache: nais te MIT ju

Wörtlich: nice = schön/nett · to meet = kennenzulernen · you = dich/Sie

Nice to meet you passt direkt nach dem Austausch der Namen. Der Satz funktioniert sowohl mit Personen, die man im Deutschen duzen würde, als auch in formelleren Begegnungen.

Eine etwas formellere Variante ist Pleased to meet you – „Es freut mich, Sie kennenzulernen“. Im heutigen Alltag ist Nice to meet you jedoch auch in vielen beruflichen Situationen vollkommen angemessen.

In flüssiger Sprache wird to meist abgeschwächt und klingt eher wie ein kurzes te als wie betontes tu.

Das Gespräch freundlich beenden

Goodbye!

Natürliche Übersetzung: Auf Wiedersehen!

Aussprache: gud-BAI

Wörtlich: Goodbye = auf Wiedersehen

Goodbye ist neutral und eindeutig, kann in sehr lockeren Gesprächen aber etwas endgültiger oder formeller wirken. Häufiger hört man dort Bye.

Bye!

Natürliche Übersetzung: Tschüss!

Aussprache: bai

Wörtlich: Bye = tschüss

Bye ist kurz, freundlich und in informellen sowie vielen neutralen Situationen sehr gebräuchlich. Weitere mögliche Abschiedsformeln sind:

  • See you later! – Bis später!
  • Have a nice day! – Schönen Tag noch!
  • See you tomorrow! – Bis morgen!

Formell und informell ohne „du“ und „Sie“

Englisch verwendet you unabhängig davon, ob Deutsch „du“, „Sie“ oder „ihr“ wählen würde. Höflichkeit zeigt sich deshalb vor allem durch die gesamte Formulierung.

Locker oder neutral Etwas formeller Bedeutung
Hi! Hello! / Good morning! Hallo! / Guten Morgen!
What’s your name? May I ask your name? Wie heißt du / heißen Sie?
Nice to meet you. Pleased to meet you. Freut mich, dich/Sie kennenzulernen.
Bye! Goodbye. Tschüss! / Auf Wiedersehen!

In der heutigen englischsprachigen Arbeitswelt werden Vornamen oft früher verwendet als im Deutschen. Dennoch sind Mr, Ms, Mrs, Dr und andere Titel in formellen Situationen wichtig. Ms ist eine neutrale Anrede für eine Frau, da sie im Gegensatz zu Mrs keine Aussage über den Familienstand macht.

Bei einer ersten Begegnung kann man zunächst die Form übernehmen, mit der sich die andere Person vorstellt. Sagt jemand I’m Michael, ist der Vorname normalerweise willkommen. Stellt sich die Person als Dr Brown vor, ist diese Anrede zunächst die sicherere Wahl.

Eine natürliche Vorstellung darf kurz bleiben

Ein erstes Gespräch muss nicht alle Ausdrücke dieses Artikels enthalten. Häufig reichen Hello, How are you?, der Austausch der Namen, eine Frage nach der Herkunft und Nice to meet you.

Die Sätze führen leicht zu Anschlussfragen. Auf I’m from Sweden kann Where do you live? folgen. Eine Vorstellung mit This is my sister kann zu einem kurzen Gespräch über Familie führen.

Als vollständige Einheiten machen die Wendungen außerdem typische englische Muster vertraut: die Kurzformen I’m und what’s, die Endstellung von from in Where are you from? und das vielseitige Pronomen you.

Das Ziel ist keine lange vorbereitete Rede. Einige vertraute Sätze genügen, um jemanden zu begrüßen, grundlegende Angaben auszutauschen und das Gespräch freundlich abzuschließen.

Englische Begrüßungen und Vorstellungen natürlich gesprochen hören

Die Hauptbeispiele in diesem Artikel stammen aus dem LinguaBoost-Englischkurs und wurden von einem Englisch Muttersprachler aufgenommen.

Den LinguaBoost-Englischkurs entdecken

Den LinguaBoost-Englischkurs entdecken